Halbjahresfazit von Lesefreude
Querbeet

Halbjahresfazit 2017

Ja, ich weiß das Jahr ist bereits etwas länger in der zweiten Hälfte. Da mich Mona von Monerls bunte Welt zu dieser Fragerunde getagt hat, möchte ich aber dennoch mein Halbjahresfazit ziehen, wenn auch etwas verspätet.

Wo hast Du dich im letzten halben Jahr herum getrieben und wo hat es Dir am besten gefallen?

Bei meiner Weltenbummler Challenge sieht man, dass ich diese Jahr bereits viele Länder literarisch bereist habe. Am aller besten hat es mir dabei mit Marjane Satrapi mit ihrem Buch Persepolis im Iran gefallen.

Weltenbummler erstes Halbjahr 2017
Im Mai dieses Jahres war ich nicht nur literarisch im Iran, sondern auch im richtigen Leben. Bei einer Rundreise habe ich dieses faszinierende Land und so seine netten, offenen Menschen besser kennen gelernt. Dabei war besagtes Perseopolis eines der ganz großen Highlights. Durch das Tor aller Länder zu schreiten und die Reste der gigantischen Bauten zu bewundern, ist beeindruckend. Von den Felsgräbern von Artaxerxes II und Artaxerxes III hat man einen atemberaubenden Blick über das riesige Persepolis. Hier kann man in Gedanken versinken und sich die rauschenden Feste in Persepolis, aber auch den Raubzug von Alexander dem Großen vorstellen.

Wann warst du unterwegs und wann hat es Dir am besten gefallen?

Ich bin kein Fan von historischen Bücher und auch Science Fiction ist nicht wirklich meins. So befinde ich mich zumeist in der aktuellen Zeit. Mit dem Geisterhaus von Isabel Allende bin ich so vermutlich am weitesten in die Vergangenheit gereist 😀

Wen hast Du in der Zeit kennengelernt und mit wem gab es ein Wiedersehen?

Ali Mahlodji durch seine Biographie „Und was machst du so?“ besser kennen zu lernen, hat mich sehr gefreut. Mit dem Damen hatte ich eher etwas Pech. Sei es Eleanor Oliphant aus „Ich, Eleanor Oliphant“ von Gail Honeyman oder auch Emma aus „Und jetzt auch noch Liebe“ von Catherine Bennetto. Die Damen versinken in Selbstmitleid und brauchen für meinen Geschmack einfach viel zu lange bis sie endlich ihren Hintern hoch bekommen und ihr Leben in die Hand nehmen.

Über ein Wiedersehen mit David Hunter in „Verwesung“, dem 4. Teil der Reihe von Simon Beckett habe ich mich sehr gefreut. In „Mostschlinge“, der Fortsetzung von „Mostviertler“ von Helmut Scharner gab es ein Wiedersehen mit jeder Menge alter Bekannter.

Was hat Dich in der Zeit zum Lachen gebracht und warum?

So wirklich zum Lachen hat mich kein Buch gebracht. Ich lese allerdings auch sehr selten richtig witzige Bücher. Bei „Dem Krosileitner sein Vater“ von Martin Schult gefiel mir der schwarze mitschwingende Humor sehr gut.

Wen hast Du am meisten ins Herz geschlossen und wer hat Dich genervt?

Sarah aus „Mein zauberhafter Buchladen am Ufer der Seine“ von Rebecca Rasini ist eine sehr liebenswerte Person, die ich gerne einmal kenne lernen möchte. Laurie Notaro hat mich mit ihrem oberflächlichen First-World-Problemen in „Vorlaut ist auch nicht leise“ ziemlich genervt. Wäre es nicht das letzte Buch auf einer Reise gewesen, hätte ich es wahrscheinlich nie beendet.

Was war besonders spannend?

„Pretty Girls“ von Karin Slaughter war ein richtiger Pageturner. Nach drei Tagen lächeln und immer freundlich sein auf einer Messe, habe ich mir das Buch für die Zugheimfahrt geholt. Es war die perfekte Lektüre für diesen Moment.

„Ich bin der Zorn“ von Ethan Cross hat mich ebenfalls sofort gefesselt und von der ersten bis zur letzten Seite mitfiebern lassen.

Was hat Dich besonders berührt?

Besonders berührt hat mich „Die Spuren im heißen Wüstensand“ von Maxi Hill. Sie hat einen sehr eindringlichen Schreibstil. In ihrem neuesten Buch begleiten wir ein Gruppe Menschen auf der Flucht von Afrika nach Europa und landen schließlich in Lampedusa. Dabei werden nicht nur die Herausforderungen der Flüchtlinge, sondern auch der Menschen, die diese aufnehmen, beleuchtet.

Was hast Du in dem ersten halben Jahr gelernt bzw. was nimmst Du mit?

  • Wir sollten stetig daran arbeiten unsere Vorurteile abzulegen und jeden Mensch unvoreingenommen kennen lernen.
  • Es ist immer besser sich selbst ein Bild zu machen. Besonders deutlich hat mir das meine Iranreise gezeigt. Der Iran und die Menschen haben nur wenig mit dem Iran aus den westlichen Medien zu tun.
  • Definiere selbst was Erfolg für dich! Schließlich muss nicht jeder eine Unternehmen gründen und Millionen verdienen. Wichtig ist, seinen eigenen Weg zu finden um glücklich zu sein.

Wie fällt Dein Fazit aus?

Ich habe bis jetzt 53 Bücher gelesen. Damit bin ich eigentlich ganz zufrieden, wobei es natürlich immer mehr Lesezeit sein könnte 😉 Ich werde versuchen, dass ich es bis Jahresende schaffe eine 3-stellige Zahl an Büchern zu lesen.

Meine Top 3:

Flop(s) des Halbjahres:

Da es für ein Halbjahresfazit mittlerweile reichlich spät ist, werde ich niemanden neuen nominieren. Natürlich darf sich dennoch jeder die Fragen schnappen und trotzdem mitmachen.

Hast du bereits ein Halbjahresfazit erstellt? Verlinke es mir gerne in den Kommentaren!

3 Kommentare

  1. Hey Sabrina,
    super, dass du es doch noch geschafft hast, dein Halbjahresfazit zu ziehen! Und es gefällt mir total!
    Bin ja immer noch neidisch auf deine realen Iranerlebnisse! Weiß nicht, ob ich jemals dorthin kommen werde. Laut deiner Karte bist du auch schon weit gereist. Das ist das Schönste an Bücher, dass man sich überallhin lesen kann, oder?!!
    Die David-Hunter-Reihe habe ich auch verschlungen!

    An dem, was du schreibst, was du in dem halben Jahr gelernt hast kann man ganz toll sehen, was es ausmacht belesen zu sein und sich für andere und anderes zu interessieren. Fremdes wird einem näher gebracht und das Verständnis vergrößert. Gefällt mir sehr gut!
    Ich drücke dir die Daumen für die dreistellige Bücherzahl am Ende des Jahres!

    Herzliche Grüße vom monerl

    PS.: Gerne kannst du deinen Link unter meinem Beitrag zum Halbjahresfazit hinterlassen!

    1. Lese ist ganz wichtig und erweitert den Horizont ungemein. Doch genau so wichtig finde ich Reisen. Die Vielfalt in unseren wunderschönen Welt mit eigenen Augen zu sehen ist einfach unbezahlbar.
      Liebe Grüße Sabrina

      1. Das stimmt, Reisen sind auch sehr wichtig, um die Orte und Menschen real zu sehen und zu fühlen. Leider kann sich nicht jeder viele Reisen leisten. 🙁 Doch Bücher kann man ausleihen und sich informieren. Lesen ist das Mindeste. 😉
        GlG, monerl

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