Nela und Max begegnen sich ausgerechnet in einem Brautladen. Beide gehen fest davon aus, dass der jeweils andere kurz vor der Hochzeit steht – und erklären sich damit gegenseitig für tabu. Doch das Schicksal hat andere Pläne und ihre Wege kreuzen sich unverhofft erneut.
Der Einstieg ins Buch ist typisch Kyra Groh: spritzig, humorvoll und sehr leichtfüßig. Die ersten Seiten lesen sich schnell, machen Spaß und lassen auf eine charmante Liebesgeschichte hoffen. Der Ton sitzt, die Dialoge sind witzig – alles deutet auf eine unterhaltsame Lektüre hin.
Leider kippt dieser positive Eindruck relativ früh. Das zentrale Missverständnis zwischen Nela und Max wird extrem in die Länge gezogen und trägt über weite Strecken die gesamte Handlung. Was zunächst amüsant ist, wird schnell zäh und langatmig. So sehr, dass ich mehrfach kurz davor war, das Buch abzubrechen – unabhängig davon, wie die Geschichte am Ende ausgehen würde.
Am Ende habe ich das Buch eher aus Gewohnheit „zum Einschlafen“ fertig gelesen. Und tatsächlich: Sobald das Missverständnis endlich aufgelöst wird, kehrt auch der Charme zurück. Die Geschichte gewinnt noch einmal an Leichtigkeit und erinnert daran, warum der Einstieg so vielversprechend war.
Unterm Strich bleibt bei mir dennoch Enttäuschung. Für den starken Beginn und das versöhnliche Finale vergebe ich am Ende zwei Sterne – mit dem Gefühl, dass hier deutlich mehr möglich gewesen wäre.



