Co-Economy - Pelzer, Burgard
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Co-Economy: Wertschöpfung im digitalen Zeitalter – Claudia Pelzer, Nora Burgard

Die Digitalisierung und neue Technologien ermöglichen die Adaption bestehender Geschäftsmodelle, sowie völlig neue Geschäftsmodelle. Junge innovative Start Ups, die die neuen Möglichkeiten nutzen, bringen alte eingesessene Unternehmen ins Schwitzen und sorgen teilweise für eine Disruption der bestehenden Geschäftsmodelle. So sorgt beispielsweise Airbnb für Wirbel in der Hotelbranche. Dabei agieren diese Unternehmen teilweise in einem gesetzlichen Graubereich, da sie Dinge tun die nicht wirklich geregelt sind bzw. über die sich noch nie jemand Gedanken gemacht hat.

In „Co-Economy: Wertschöpfung im digitalen Zeitalter – Netzwerke und agile Organisationsstrukturen erfolgreich nutzen“ beschäftigen sich Claudia Pelzer und Nora Burgard genau mit diesen neuen Möglichkeiten. Statt besitzen (Eigentum) rückt immer mehr der Zugang (mieten, leihen) in den Vordergrund. Mit Co-Working, Co-Learning, Crowdsourcing und Co. hält die Share Economy auch Einzug in die Unternehmenswelt.

Der Schreibstil der beiden Autorinnen ist einfach verständlich und flüssig zu lesen. Die Thematik wird von Grund auf bearbeitet. Auf nicht mal 100 Seiten bleibt so allerdings ein tiefergehender Einblick in die Thematik außen vor. Immerhin haben sich die Autorinnen nur einzelne Fallbeispiele herausgesucht, um so zumindest einige Bereich etwas genauer zu hinter leuchten. Die Ansätze im Buch sind stark auf bestehende Unternehmen und wie diese von der Co-Economy profitieren können ausgerichtet. Mit Leitfäden wir den Verantwortlichen ein Werkzeug in die Hand gegeben um zumindest die ersten Schritt in diese Richtung zu wagen.

„Empathie anstatt Sympathie
Sympathie ist Identifikation mit uns ähnlichen Individuen, Empathie ist das Verstehen anderer Personen. Sympathie kann in der Zusammenarbeit eher hinderlich wirken, Empathie, also der Versuch, Kollegen, die anders sind, zu verstehen, hingegen Horiziont erweiternd.“
(Claudia Pelzer, Nora Burgard)

Leider waren gerade im ersten Viertel des Buches einige Fehler zu finden. So fehlten teilweise ganze Wörter. Während dies im Bereich der Self-Publisher leider beinahe schon zum traurigen Standard geworden ist, ist dies in einer Fachliteratur ein absolutes No-Go für mich.

Der Aufbau des Buches und die kurzen Zusammenfassungen am Ende jedes Kapitels gefallen mehr sehr gut und sind sehr übersichtlich.

Fazit:
„Co-Economy: Wertschöpfung im digitalen Zeitalter“ kratzt leider nur an der Oberfläche. Für alle, die einen Einstieg in die Thematik suchen ist das Buch sicherlich geeignet. Wer sich hingegen schon einmal mit Co-Economy / Share Economy beschäftigt hat, wird vermutlich, sowie ich, nicht wirklich etwas neues erfahren. Eine weitere Runde durchs Lektorat würde dem Buch ebenso gut tun. Da es mit gerade mal 97 Seiten doch recht dünn ist, wäre es für mich auch denkbar, das Buch zu überarbeiten, aufzustocken und so einen Tiefgang in die Thematik zu bringen.

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