Tod an der Riviera - Luca Ferraro
Interview

5 Fragen an Luca Ferraro

Tod an der Riviera - Luca FerraroDas Debüt von Luca Ferraro hat mir sehr viel Freude bereitet. Ich war fast etwas traurig als ich „Tod an der Riviera“ fertig gelesen hatte. Umso mehr hat es mich gefreut, dass sich Luca Ferraro meinen Fragen gestellt hat.

lesefreude: Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Luca Ferraro: Schon seit meiner Kindheit habe ich alle Bücher gelesen, die mir unter die Finger kamen. Ich habe es immer genossen, in diese von anderen entworfenen Fantasiewelten einzutauchen. In meinem Beruf als Reporter und Journalist habe ich mich dann zunächst einmal damit beschäftigt, die Realität so spannend und einprägsam wie möglich zu beschreiben. Der letzte Schritt zur Schöpfung einer eigenen Fantasiewelt war da fast schon ein logischer. Und weil ich so viel Zeit wie möglich in meiner zweiten italienischen Heimat verbringe, musste es natürlich eine Geschichte sein, die in Italien spielt.

lesefreude: Wie sieht deine persönliche Verbindung zwischen Deutschland und Italien aus?

Luca Ferraro: Meine Frau und ich, wir wohnen in Berlin. Aber vor fast 15 Jahren haben wir ein kleines Häuschen in Ligurien gekauft. Das so genannte „Rustico“ (was so viel wie Rohbau bedeutet) brauchte mit den Jahren viel Liebe und Arbeit, aber mittlerweile ist es unsere zweite Heimat geworden. So habe ich die wunderschöne Landschaft Liguriens kennen gelernt, wo die Seealpen direkt ans Mittelmeer stoßen, und so habe ich auch Schritt für Schritt die faszinierende Hafenstadt Genua erobern dürfen. Für mich ist das die wahrscheinlich am meisten unterschätzte italienische Großstadt, spannend, prachtvoll und immer wieder aufregend. Vor allem die engen, düsteren Carruggi der Altstadt sind natürlich der perfekte Tatort für Mord und Totschlag aller Art.

lesefreude: Wie verbringst du deine Zeit in Italien wenn du nicht gerade schreibst?

Luca Ferraro: Ich brauche jeden Tag viel Disziplin, um am Schreibtisch sitzen zu bleiben. Denn es gibt so viele schöne Dinge, die man in Ligurien tun kann: schwimmen in der tatsächlich glasklaren und türkis schimmernden Riviera (nur direkt um Genuas Hafen herum ist die Wasserqualität nicht so berauschend), bis in den November hinein hat das Wasser über 20 Grad. Wandern in den Seealpen, wo die Gipfel nicht so schroff sind wie in den Hochalpen und wo der Blick immer wieder von oben aufs Meer fällt. Köstlich speisen in den Restaurants der Bergdörfer und der Städte am Meer, vor allem natürlich in Genua. Und wenn der Wind ordentlich bläst, ja, dann fahre ich auch mit meinem Windsurfbrett hinaus aufs Meer. Zu bestimmten Jahreszeiten ist Ligurien tatsächlich ein Hotspot für Windsurfer.

lesefreude: Winter oder Sommer? Wann blühst du so richtig auf?

Luca Ferraro: Weder noch, ich mag vor allem Frühling und Herbst. Gerade die Monate von September bis November sind die perfekte „Jahreszeit“ für Ligurien. Dann ist die Sommerhitze vorbei, der extreme Touristentrubel (Ferragosto!) hat sich verzogen, und das Meer ist perfekt zum Baden.

lesefreude: Gibt es bereits weitere Pläne für deine Schriftsteller-Karriere?

Luca Ferraro: Der zweite Band der Johann-Sorbello-Reihe ist bereits in Arbeit. Wenn alles gut geht, soll das Buch bis zum Jahresende fertig sein. Worum es gehen wird? Ich verrate natürlich nichts. Nur ein Stichwort: Alles beginnt mit „Blut ohne Leiche“ …

Meine Rezension zu „Tod an der Riviera“

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