Jungfrau, männlich, Single, mit Teddy - Harald Schmidt
4 Sterne Roman

Jungfrau, männlich, Single, mit Teddy – Harald Schmidt
★★★★☆

Die Handlung:

Der Finanzbeamte Alfred Reinmann lebt zufrieden mit seiner Teddydame Bienchen. Der 33-jährige Finanzbeamte führt ein ruhiges Leben. Bis eines Tages in der Wohnung unter ihm Verena einzieht und sein Leben gehörig aus den Bahnen wirft. Ganz zum Missfallen seiner Mutter. Als würde dies Alfreds Leben nicht schon genug durcheinander bringen gewinnt er plötzlich im Lotto und begibt sich mit Verena und dem Pfarrer Hollerberg noch in ganz andere Abenteuer.

Die Charaktere:

Alfred ist ein liebenswerter Kerl. Obwohl in seine Mutter mit ihren stetigen Warnung vor den bösen Frauen auch eine Spur verkorkst hat. Mit ihrer offenen Art lockt Verena Alfred jedoch schnell aus der Reserve. Harald Schmidt schafft es hier exakt das richtige Maß zu finden. Zuerst lernt der Leser Alfred auf sehr, sehr amüsante Weise näher kennen. Genau zum richtigen Zeitpunkt kommt Verena ins Spiel und gibt der Geschichte eine wohltuende Wendung.

Der Pfarrer Hollerberg sorgt mit seiner unkonventionellen Art für Lacher. Das Spannungsfeld des früheren und des jetzigen Lebens ist deutlich spürbar. Pfarrer Hollerberg hat Verständnis für das Weltlich. Mit Alfreds Mutter gibt es auch einen Charakter für den man wenig Sympathie aufbringen kann. Dies sorgt für zusätzliche Spannung.

Der Schreibstil:

Der locker-flockige Schreibstil lässt die Seiten nur so dahinrasen. Dabei schafft es Harald Schmidt in viel tiefere Botschaft in sein Buch zu integrieren. In viel Klamauk eingepackt werden dem Autor sehr wichtige Themen dem Leser näher gebracht. Lediglich zum Ende hin wird das „Jungfrau, männlich, Single, mit Teddy“ ernster. Leider kommt dabei der erhobene Zeigefinder zum Einsatz. Ein schwierige Balanceakt, der mir zum Schluss hin zu sehr ins Oberlehrerhafte geschwankt ist.

Fazit:

Unterhaltsam und leicht führt Harald Schmidt durch eine Station des Lebens von Alfred Reinmann. Dabei hat der Autor eine tiefere Botschaft für den Leser in die humorvolle Geschichte inkludiert. Lediglich zum Ende wird diese Botschaft zu prägnant und direkt. Ich mag es lieber, wenn die Botschaften unterschwelliger mitgegeben werden und der Leser selbst zum Nachdenken angeregt wird.

 

Ich habe das Buch bei einer Lovelybooks-Leserunde gewonnen. Die Rezension wurde davon nicht beeinflusst.

2 Kommentare

  1. Hey 🙂
    Ich habe mich auch auf das Buch beworben, aber kaufen wollte ich es dann doch nicht so wichtig, so sehr wollte ich es auch nicht lesen, aber eventuell sollte ich mir nach deiner Rezension doch nochmal überlegen, das Buch zu lesen, denn die fällt ja eher gut aus und hat mich doch nochmal neugieriger gemacht

    Liebe Grüße Lydia
    von http://www.lydiaskleinebuecherwelt.blogspot.de

    1. Hi!
      Schade, dass du nicht gewonnen hast. Mir hat das Buch wirklich viel Freude bereitet.
      Drücke dir die Daumen, dass es bei der nächsten Leserunde wieder klappt.
      Liebe Grüße
      Sabrina

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