Mallorquinische Träume - Kurt Lehmkuhl
1 Stern Thriller & Krimi

Mallorquinische Träume – Kurt Lehmkuhl
★☆☆☆☆

Die Handlung:

Der einjährige Sohn der Unternehmerfamilie Franken wird entführt und seine Babysitterin ermordet aufgefunden. Schnell findet sich ein Tatverdächtiger. Der Redakteur Helmut Bahn wird nach Mallorca geschickt um das Lösegeld zu übergeben. Doch Bahn versucht selbst das Verbrechen aufzuklären und gerät somit in ungeahnte Gefahr.

Die Charaktere:

Die intensive Verbindung zwischen dem Redakteur Bahn und Kommissar Küpper sind mir zu eng und zu freundschaftlich. Die Beiden vergessen sämtliche moralische Richtlinien, die ihre Jobs mit sich bringen. Wie zwei Klatschtanten haben sie keine Geheimnisse voreinander. Aber auch der Anwalt Grundler wird von Küpper mit Ermittlungsdetails betreut und beginnt selbst zu forschen.

Die Side-Story:

Und dann ist da nach Bahns Chef Waldhausen, der einem lokalpolitischen Korruptionsfall auf der Spur ist. Diese für die Geschichte unwichtigen allerdings komplexen Fakten werden immer wieder aufgerollt und sorgen für Verwirrung beim Leser.

Die Ermittlungen:

Ob Kommissar, Redakteur oder Anwalt – alle helfen zusammen und versuchen den Fall zu lösen. Der Kommissar wirkt dadurch sehr unbeholfen, da er ohne seine Gehilfen außerhalb der Polizeidienststelle nichts auf die Reihe bekommen würde. Zusätzlich wird die brutal ermordete Babysitterin nach dem Mord mit keinem Wort mehr erwähnt. Für eine kurze voyeuristische Szene war sie gut genug, dass die Tat auch etwas mit ihr und ihrem Umfeld zu tun haben könnte, wird von Vornherein ausgeschlossen.

Das Ende:

Die Auflösungen des Falles kommt unerwartet und wirkt sehr holprig. Sowohl inhaltlich als auch spannungstechnisch wäre hier mehr möglich gewesen. Fehlendes Tempo macht es nicht immer leicht bis zum Ende des Buches durchzuhalten.

Mallorca:

Da ich erst vor einem Jahr auf Mallorca war und mit dem Auto quer über die Insel gefahren bin, habe ich mir mehr landschaftliche Details gewünscht. Leider fährt Bahn in den Touristenort Cala Millor, der mir persönlich so ganz und gar nicht gefällt. Für diese persönliche Präferenz kann Kurt Lehmkuhl natürlich nichts und somit fließt das auch nicht in meine Bewertung mit ein.

Fazit:

Ein mittelmäßige Geschichte mit zu wenig Tempo. Mit komplexen Side-Stories wird der Leser zusätzlich verwirrt. Am Ende bleibt man verunsichert zurück und ist sich nicht immer sicher wer den nun wirklich der Bösewicht in der Geschichte ist.

Liest du gerne Bücher, die in einem Ort spielen den du selbst schon mal besucht hast?

Ich finde es super spannende Bücher zu lesen, die in einer meiner Urlaubsdestinationen spielen. So kann mich perfekt in die wunderbare Zeit zurückversetzen. Selbst wenn es in dem Buch um Mord und Totschlag geht.

 

Der Gmeiner Verlag hat mir das Buch freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.