Tote Models nerven nur – Vera Nentwich
★★★★☆

März 7, 2016

Der Besuch des Starmodels Judith Schöller in ihrer alten Heimat, dem beschaulichen Grefrath, wird ihr zum tödlichen Verhängnis. Nach dem sie gleich zu Beginn ihres Besuches von ihrer ehemaligen Schulfreundin Biene attackiert wird, wird sie zwei Tage später tot im Teich aufgefunden. Ausgerechnet besagte Biene findet sie dort. Klar, dass nun alle Augen auf Biene als Hauptverdächtige gerichtete sind. Schnell findet Biene heraus, dass sie nicht die einzige mit einem möglichen Motiv ist und beginnt zu ermitteln.

Vera Nentwich schildert die Stimmung in einem Dorf wie Grefrath unter solch brisanten Umständen sehr gut. Die eigentlich beliebte Biene wird so schnell zum Buhmann und die immer spektakulärer werdenden Gerüchte verbreiten sich rasch im Dorf. Doch Biene bleibt hart und kämpft darum ihre Unschuld zu beweisen.

Biene lebt bei ihrer Oma und die sorgt mit ihrer fürsorglichen Art für viele Schmunzler. Aber auch Jochen, der lange Bienes Freund war und diese noch immer nicht so ganz abschreiben möchte, ist ein sehr sympathischer Charakter. Nur Schade, dass Biene nicht mitkriegt, was für ein toller Kerl Jochen eigentlich wäre.

“Aber wer macht denn heutzutage noch ein? Es ist fast wahrscheinlicher, dass dort Teile von menschlichen Körpern in Alkohol lagern.”

Jago, Judiths Verlobten, mochte ich hingegen gar nicht und fand ich eher nervig. Mit seiner hilflosen Art war doch sehr anstrengend. Die Prügel zwischen Biene und Judith zu beginn fand ich langatmig und zäh. Auch hierbei fiel Jago keineswegs positiv auf.

Fazit:
Ganz ohne viel Blut schaffte es die Autorin Spannung zu erzeugen und einen leichten, flotten, unterhaltsamen Krimi zu liefern. Dabei wartet sie immer wieder mit super Wendungen auf und hat mich am Ende mit der Aufklärung des Mordes doch sehr überrascht.

Wrap Up

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