Finstere Ölgeschäfte: Mafia - Monika Grasl
5 Sterne Thriller & Krimi

Finstere Ölgeschäfte: Mafia – Monika Grasl

Die Handlung

In der Newa wird eine zerstückelte Leiche in einem Ölfass gefunden. Wer ist zu einem so grausam Mord fähig? Ist der Ölmogul Kiril Morosow, der versuchet eine zweite Pipeline in den West zu bauen in dieses Verbrechen involviert? Oder führen die Spuren sogar bis zur Mafia von Sankt Petersburg? Weitere Morde geschehen und die Mordkommission hat alle Hände voll zu tun.

Meine Meinung

„Finstere Ölgeschäfte“ ist nach „Moskau und seine Familie“ der zweite Teil der Mafia-Saga von Monika Grasl. Abgesehen davon, dass wir uns in beiden Teil in Russland (Moskau und Sankt Petersburg) befinden und in beiden Büchern die Mafia eine Rolle spielt, sind es zwei unabhängige Geschichten.

Monika Grasl gelingt es auch hier wieder ein wunderbares Konstrukt an Familien und Verbindungen aufzubauen. Dieser Teil gefällt mir dahingehend besser, dass die Verbindungen der unterschiedlichen Familien geschäftlicher Natur sind und es nicht so viele Liebesgeschichten zwischen den Parteien gibt.

Finstere Ölgeschäfte: Mafia - Monika Grasl

Die Thematik rund um den Bau einer zweiten Ölpipeline in den Westen ist sehr spannend. Dennoch konnte ich nicht nachvollziehen warum die Familien Interesse an einer zweiten Pipeline zu schlechteren Konditionen haben sollten. Immerhin befördern sie ihr Öl bereits über die bestehende Pipeline in den Westen.

Der Inspektor Aleksay hat Verbindungen zur Mafia. Auch wenn diese ganz anders sind als man denken könnten. Aleksay ist nicht nur ein sehr spannender Hauptcharakter sondern auch noch ein sehr sympathischer. Für diese Person möchte ich fast einen extra Stern vergeben.

Trotz der vielen Personen im Buch schafft es Monika Grasl, dass man sich als Leser in eine Vielzahl hineindenken kann und ihre Handlungen nachvollziehen kann.

Das Buch beinhaltet sehr viele Dialoge und dies ist auch die große Stärke von Monika Grals. Sie schreibt nicht immer alles direkt und dennoch kommen die unterschwelligen Botschaften beim Leser an. Wie Stephen King in „Das Leben und das Schreiben“ sagt, muss es in guten Dialogen reichen jeden Dialog mit „sagt“ zu beschreiben. „schreit“, „sagt weinerlich“, „flüstert“ usw. sind alles schöne Wörter, die der Leser jedoch nur benötigt, wenn der Dialog nicht gut genug geschrieben ist. Monika Grasl schrammt haarscharf daran vorbei.

Fazit

★★★★★
Obwohl ich den ersten Teil „Moskau und seine Familien“ schon sehr gemocht habe, ist “Finstere Ölgeschäfte“ doch das bessere der beiden Bücher. Da beide Teile vollkommen unabhängig voneinander sind, empfehle ich mit diesem Teil anzufangen.

„Finstere Ölgeschäfte“ ist das erste Buch in meiner Blog- und Rezensionskarriere, dass ich eindeutig zuordnen kann. Es ist ein klassisches 4,5 Sterne Buch, da mich die Sinnhaftigkeit der zweiten Ölpipeline zu sehr irritierte. Doch wie heißt es so schön „Im Zweifel für den Angeklagten“ und somit 5 Sterne.

Monika Grasl hat mir das ebook zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

2 Kommentare

  1. Liebe Sabrina,

    ich danke dir ganz herzlich, dass du dir die Zeit genommen hast, um „Finstere Ölgeschäfte“ zu lesen und deine Bewertung dazu abzugeben. Aleksay kommt bei den Lesern offensichtlich sehr gut an und das freut einen als Erschafferin dieser Figur natürlich sehr 🙂

    Liebe Grüße
    Monika Grasl

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