Frank Thelen - Die Autobiografie
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Frank Thelen – Die Autobiografie

Der Inhalt

Spätestens seit seiner Teilnahme als Löwe in „Die Hölle der Löwen“ kennt man Frank Thelen. Mit 25 stand er selbst vor dem Ruin – wie es dazu kam und wie er es geschafft hat weiterzumachen und das letzten Endes derartig erfolgreich, erzählt Frank Thelen in seiner Autobiografie.

Meine Meinung

Aktuelle Biografien von Gründern und Unternehmen, die zeigen wie man die Technik nutzen kann, um damit ein erfolgreiches Business Model aufzubauen finde ich sehr spannend. Als mehrfacher Gründer, immer mit techniklastigen Unternehmen, hat Frank Thelen jede Menge Erfahrung. Dabei zählt auch das Scheitern zu seinen Erfahrungen.

Das Cover ist sehr schön gearbeitet. Passend zu dem Untertitel „Startup-DNA“ verlaufen im Hintergrund sanfte Zahlen die hervorgehoben sind und eine tolle Haptik ergeben. Wenn es anstand des Dezimalsystem die Zahlen des Binärsystems wären, würde mein Technikherz vor Glück strahlen.

Natürlich bleiben in einer Biografie von einem Technik-Geek wie Frank Thelen diverse technische Fachbegriff nicht aus. Diese sind im Text fett hervorgehoben und werden direkt auf der Seite selbst, in kleinen Absätzen am Seitenrand erklärt. Das erspart lästiges hin und her blättern und macht optisch richtig was her. Auch wenn ich diese Erklärungen nicht gebraucht hätte, ist es sicherlich eine gute Hilfestellung für viele Leser.

Die Autobiografie ist sehr stark auf Franks berufliche Laufbahn fokussiert. Es gibt zwar einen kurzen Abriss wo und unter welchen Umständen er aufgewachsen ist und natürlich fehlt auch ein Kapitel zu seiner großen Liebe nicht. All das ist jedoch sehr kurz und knackig gehalten. Diese Schwerpunktsetzung finde ich gut.

Frank Thelen - Die Autobiografie

Frank Thelen stellt viele seine Start-ups in die er investiert hat vor. Es zeigt sich für den Leser rasch, dass hinter den Investitionen eine groß angelegt Strategie steckt und Thelen nicht wahllos in vielversprechende Unternehmen investiert. Auch wenn er mehrmals betont, dass es keine Werbung sein soll und aus ihm tatsächlich die pure Begeisterung für diese Unternehmen spricht, bleibt eine Werbetouch unumstritten.

Die letzten rund 100 Seiten geben viel mehr einen Einblick in die modernen Techniken, die Frank Thelen nach dem Motto „Baukasten der Zukunft“ in den nächsten Jahren als relevant einstuft. Anschließend wird es politisch und Frank Thelen gibt seine Einschätzung, was sich in Deutschland und der Politik ändern muss, damit Deutschland zukünftig zu den großen Technologie-Nationen gehören wird.

Man muss Frank Thelen zu Gute halten, dass er es schafft, diese Techniken ohne großes Fachvokabular so einfach zu erklären, dass es ein jeder versteht und man schnell die Reichweite der neuen Möglichkeiten erahnen kann. Vor allem die super einfache und plakative Erklärung der Blockchain, gefällt mir sehr gut. Dennoch gerät dadurch die Biografie etwas in den Hintergrund.

Die weiterführenden Links im Buch sind sehr gut umgesetzt. Es wird auf QR-Codes oder gar Codes, für die eine spezielle App installiert werden muss, verzichtet. Derartiges empfinde ich immer als sehr lästig. Technik darf nie zum Selbstzweck werden und das hat Frank bzw. die Herausgeber der Biografie verstanden. Mit Shortlinks, die im Durchschnitt 10-15 Zeichen lang sind, wurde eine sehr einfache, unkomplizierte und gut funktionierende Technik gewählt.

Fazit

★★★★

Frank Thelen hat definitiv die Macht der (gedruckten) Bücher verstanden. So wie es zur Strategie jedes seiner Food Unternehmen, in die er investiert hat, gehört ein Kochbuch herauszubringen, veröffentlich er nun selbst ein Autobiografie. Das „Produkt“ oder der Experte Frank Thelen verdeutlich damit seinen Know-How und festigt seine Position als Experte.

Diese Positionierung seiner eigenen Person wird durch die Ausblicke in die Zukunft bekräftig. Dennoch sind es gerade diese Bereiche, die zwar toll und verständlich geschrieben sind, allerdings für mich eher in Buch über Zukunftsstrategie, Transformation und Co passen würden, als in eine Autobiografie.

Alles in allem ein wunderschön aufgemachtes Buch mit vielen interessanten Einblicken, das recht kurzweilig zu lesen ist.

Der Murmann Verlag hat mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Let’s talk

„Die Hölle der Löwen“ – schaust du die Show auch so gerne wie ich? Und mit welchem Löwen würdest du am liebsten zusammenarbeiten?
Auch wenn ich kein Unternehmen habe und mir auch nicht vorstellen kann eines zu gründen, stelle ich es mir spannenden vor mit Frank Thelen und Judith Williams zu arbeiten.

2 Kommentare

  1. Liebe Sabrina,

    bist Du wieder gut daheim angekommen?
    Das Buch hier hatte ich auch schon mal in der Hand, war mir dann nicht sicher, ob es mir zu buisness-mäßig ist. Aber das mit den Erklärungen der Fachwörter hört sich gut an.
    Ich finde, man kann von solchen Menschen viel lernen, weswegen ich auch Dobeli immer gerne lese, obwohl ich gar nicht aus der Berufsbranche komme.

    Dein Iran posts sind nicht vergessen, aber ich bin ja selbst erst 1,5 Wochen daheim.
    Sei lieb gegrüßt
    Petrissa

    1. Hallo Petrissa!

      Vielen Dank der Nachfrage. Ja, ich bin wieder gut angekommen. Es war großartig und beeindruckend. Ich habe vor noch davon zu berichten, wird allerdings noch ein bisschen dauern.
      Ich denke man schon einiges aus Frank Thelens Biografie mitnehmen. Je nachdem wie groß dein Wissenstand ist, lernst du vielleicht einiges über Technik im allgemeinen oder Gründung und führen eines Unternehmens. Solltest du das alles bereits wissen, bleibt zumindest noch ein schöne Geschichte über, die dir zeigt wie man hinfällt, wieder aufsteht und auf keinen Fall aufgibt.

      Liebe Grüße
      Sabrina

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