Salzkammerflut – Dagmar Hager

In Ebensee verschwindet eine junge Frau spurlos. Nur ein Video auf einem gefundenen Handy zeugt von ihrem Verschwinden. LKA-Ermittler Ben und die Ärztin Marie finden Spuren, die weit in die Vergangenheit reichen  und zu weiteren Menschen führen, deren Verschwinden nie aufgeklärt wurde.

„Salzkammerflut“ ist bereits der vierte Salzkammerkrimi von Dagmar Hager. Hier gefällt mir sehr gut, dass die Fälle der vorherigen Bände keine Rolle mehr spielen. Klar weiß man mehr über die Beziehung zwischen Ben und Marie, wenn man alle Teile gelesen hat, man kommt aber auch so super zurecht.

Das Setting des Falls und die vielen Verstrickungen im Ort werden sehr gut dargestellt. Das ewige Schweigen – aus Schutz oder Scham – zieht sich durch die Geschichte. Denn das Leben ist nicht immer schwarz oder weiß.

Neben all dem Schweigen fangen nun Personen an zu reden, um das Leben der verschwundenen Frau zu retten. Das beginnt ziemlich früh im Fall und lenkt direkt in eine Richtung. Dadurch wird die Spannung erhöht, da nicht alles so nebulös bleibt, wenngleich es noch genug Überraschungen gibt.

„Salzkammerflut“ ist, wie auch schon die Vorgänger, Lesefreude pur. Ich mag die Reihe einfach sehr gerne und kann sie nur von Herzen weiterempfehlen.

 

Der Verlag hat mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

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