Why not? - Lars Amend
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Durst – Antoine de Saint-Exupéry

Die Handlung

Auf einem Flug nach Indochina bleibt der Pilot mit seinem Bordmonteur im Sand der Wüste in Libyen stecken.  Die beiden überleben die Bruchlandung. Doch nun kämpfen sie orientierungslos mitten in der Wüste ums Überleben. Und schon bald ist „Durst“ das beherrschende Thema.

Meine Meinung

Antoine de Saint-Exupéry ist vielen vermutlich mit seiner Erzählung „Der kleine Prinz“, die in über 180 Sprachen übersetzt wurde, bekannt. Mit „Durst“ vereint Saint-Exupéry zwei seiner Leidenschaften: das Fliegen und das Schreiben.

Durst - Antoine Saint-Exupery

Der französische Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry war selbst auch Pilot. In „Durst“ verarbeitet er dabei einige eigene Erfahrungen und Grenzsituationen. Zusätzlich nimmt er eine philosophische Sichtweise ein und versucht die Rolle des Menschen zu definieren.

In meiner Ausgabe der 56 Seiten umfassenden Erzählungen aus dem Reclam Verlag findet sich am Ende ein kurzer Auszug zum Leben des Autors. Dabei wird vor allem sein Leben als Pilot thematisiert und seine eigenen Erfahrungen denen in der Geschichte gegenübergestellt.

„Durst“ erzählt vom anstrengenden Flug, der Bruchlandung, den ersten Orientierungsversuchen in der Wüste und schließlich der Suche nach Wasser, dem schrecklichen Durst und den beginnenden Halluzinationen.

„Wasser, du hast weder Geschmack noch Farbe, noch Aroma. Man kann dich nicht beschreiben. Man schmeckt dich, ohne dich zu kennen. Es ist nicht so, dass man dich zum Leben braucht: du selber bist das Leben!“
Seite 55

Die im Präteritum geschriebene Erzählung ist spannend zu lesen. Man leidet mit dem Pilot und Prévot, dem Bordmonteur. Während der Bordmonteur einen Namen hat wird der Name des Piloten selbst nie erwähnt. Die Erzählung ist aus Sicht des Piloten in der ersten Person geschrieben.

Durst - Antoine Saint-Exupery - Reclam

Fazit

★★★★★

„Durst“ ist eine mitreißende Erzählung von Antoine de Saint-Exupéry mit der wir uns in eine Grenzsituation begeben und um das Überleben in der Wüste von Libyen kämpfen.

Eindrücklich beschreibt Saint-Exupéry die Suche nach dem Wasser und den schrecklichen Durst. Langsam beginnt man zu spüren wie der Mund immer trockener wird und die Zunge beginnt am Gaumen zu kleben.

Zwischen Hoffnung und Verzweiflung schwanken die Protagonisten und werden dabei von ihrem „Durst“ beherrscht.

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