Mit besten Absichten – Günther Thömmes

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Mit besten Absichten - Günther Thömmes

„Mit besten Absicht“ trägt Fred Phelps dazu bei die Welt ihrer Zerstörung einen gewaltigen Schritt näher zu bringen. Ein unterhaltsamer Roman, dessen Hauptcharakter mich an „The Big Bang Theroy“ erinnert.

Inhalt

Atombombe, Klimawandel, Ozonloch, Treibhauseffekt – bei all dem hatte ein Mann seine Finger im Spiel: Fred Phelps. Ehrgeiz und Neid treiben den Wissenschaftler voran. Eigentlich möchte er die Welt verbessern, doch dann kommt alles andere.  Seine Sehnsucht nach Anerkennung nimmt gefährliche Ausmaße an.

Meine Meinung

Fred Phelps ist ein hervorragender Wissenschaftler. Auch wenn seine erste große Erfindung Zufall war, scheint es ursprünglich als könnte er der Menschheit damit helfen. Teflyx bringt nicht nur die Arbeiten am amerikanischen „Manhatten-Projekt“ einen entscheidenen Schritt voran, sondern sorgt auch dafür, dass unser Essen nicht mehr so leicht anbrennt. Eine geniale Erfindung, eigentlich. Denn wie viel Leid mit dieser Erfindung einhergeht, merkt Fred erst viel zu spät.

„Mit besten Absichten“ zeigt, das Geld nicht Glück macht. Zwar verdient Fred mit seinen Erfindungen sehr gut, doch Anerkennung sucht er vergebens. Er möchte am Fortschritt mitarbeiten und diese Welt zu einer besseren machen. So edel Freds Absichten auch sein mögen, trägt er doch nachhaltig zur Zerstörung unserer Erde bei.

Mit besten Absichten - Günther Thömmes

Der fiktive Charakter Fred Phelps hat mich mit seinen Unsicherheiten und schwach ausgeprägten sozialen Kompetenzen an Sheldon Cooper aus der Serie „The Big Bang Theroy“ erinnert. Ja teilweise fiel es mir gar nicht so leicht, die beiden gedanklich nicht zu verschmelzen.

Spannend, wenn auch grausam und widerlich, fand ich Freds ersten Schritte in der Chemie. Denn über die Seifenherstellung hat er seine Leidenschaft entdeckt und der Leser bekommt interessante Einblicke.

Irritiert hat mich der Wechsel der Erzählperspektiven. Während die ersten drei Kapitel in der ersten Person beziehungsweise autobiografisch aus Sicht von Fred geschrieben sind, wechselt die Perspektive abrupt in die dritte Person. Anschließend kommt es von Kapitel zu Kapitel immer wieder zu Wechseln. Wieso Günther Thömmes dieses stilistische Mittel hier gewählt hat, erschloss sich mir nicht.

Mit besten Absichten - Günther Thömmes

In „Mit besten Absichten“ kommen viele Personen der damaligen Zeit vor, wie unter anderem der Präsident der Vereinigten Staaten, Albert Einstein oder auch Literaturnobelpreisträger Alexander Solschenizyn. Zudem lösen viel Erzählungen rund um Teflyx und Co Erinnerungen aus. „Da war doch was? So was in der Art hab ich doch mal in der Schule gelernt.“ Aufgrund dieser vielen Überschneidungen von geschichtlichen Begebenheiten und Fiktion finde ich es enorm wichtig im Nachwort Klarheit zu schaffen. Und das macht Günther Thömmes auch.

Fazit

★★★★☆

Günther Thömmes zeigt in „Mit Absichten“ wie ein Mann einen wesentlichen Beitrag zur Zerstörung der Welt beiträgt und dabei diese doch eigentlich nur zu einer besseren machen wollte. Die Ähnlichkeiten mit Sheldon Cooper machen Fred Phelps zu einem Charakter, bei dem man das Gefühl hat ihn schon ewig zu kennen.

Aufgrund einiger irritierender Perspektivenwechsel muss ich einen Stern abziehen. Trotz allem ein unterhaltsames Buch.

Der Gmeiner Verlag hat mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Mit besten Absichten - Günther Thömmes

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