In der Kleinstadt Bad Krozingen tut sich normalerweise nicht allzu viel. Kriminalhauptkommissar Jeremias Killick wurde gerade erst hierher strafversetzt und lässt seine chronisch schlechte Laune an allen aus, die ihm begegnen. Auch die Tatortreinigerin Jules Vögelein bekommt diese zu spüren.
Als eine Hochleistungssportlerin die Treppe hinunterstürzt und tödlich verunglückt, schlägt Jules’ Gespür für Symmetrie an. Irgendetwas stimmt an diesem perfekt symmetrischen Unfallort, oder besser gesagt Tatort, nicht.
Die Geschichte ist interessant und das Thema Symmetrie ein spannendes Element, das diesen Krimi von anderen abhebt. Der Fall ist gut konstruiert und lädt zum Miträtseln ein. Auch wenn sich die Hinweise im Laufe der Ermittlungen immer stärker zuspitzen, bleibt es spannend, ob und wie dem Täter oder der Täterin das Handwerk gelegt werden kann.
Zwischendurch war mir der Aufbau der Charaktere allerdings etwas zu langsam. Ich hätte mir gewünscht, dass die Geschichte hier schneller vorankommt. Trotzdem scheint sich dieser ausführliche Aufbau gelohnt zu haben, denn einige Tage nach dem Lesen merke ich, wie sehr mir Jules mit ihrem Symmetriewahn ans Herz gewachsen ist. Sie ist eigenwillig und gerade deshalb so einzigartig. Ich würde zu gerne wissen, wie es mit ihr weitergeht.
Ich vergebe vier Sterne für einen gut konstruierten Kriminalfall und eine Hauptfigur, die mir auch nach dem Lesen noch im Kopf geblieben ist. Auf den zweiten Teil bin ich neugierig, auch wenn ich mir noch nicht ganz vorstellen kann, wie das Thema Symmetrie über Jules’ Eigenheiten hinaus weitergeführt wird.




