St. Patrick’s Day mit irischer Literatur

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St. Patrick's Day mit irischer Literatur

Zum St. Patrick’s Day habe ich dir ein paar Bücher, die in Irland spielen beziehungsweise von irischen AutorInnen geschrieben sind, zusammengefasst. Lass mir am Ende des Beitrags in den Kommentaren gerne deine passenden Buchempfehlungen da!

Der 17. März ist in Irland ein Feiertag an dem irischen Bischof Patrick gedenken. 2016 hat ich die Gelegenheit beim St. Patrick’s in Dublin dabei zu sein. Der Umzug ist ein riesen Spektakel und dann geht es natürlich in den zahlreichen Pubs so richtig rund. Nun gut, dieses Jahr wird das ganze wohl etwas ruhiger werden.

Doch auch zu Hause in den eigenen vier Wänden kann man es sich gemütlich machen und den St. Patricks Day zelebrieren. Mit einem Pint (irischen) Bier und einem Buch kannst du dich mit deiner Vorstellungskraft nach Irland versetzen. Gerade jetzt sind die Kraft und die Macht unserer Gedanken ein unglaubliches Gut.

Als ich mein Bücher Regal durchforstet habe, musste ich feststellen, dass ich gar nicht so viel Bücher aus Irland habe. Drei Bücher habe ich gefunden, die in Irland spielen. Dann gibt es natürlich einen Herrn, der auf keinen Fall fehlen darf, wenn es um irische Literatur geht. Hast du schon eine Idee von wem ich spreche? Nun, es geht um einen ganz „wilden“ Kerl *Flachwitz_des_Tages*.

St. Patrick's Day

1. „Mit dem Kühlschrank durch Irland“ von Tony Hawks

Alleine die Idee, mit einem Kühlschrank durch Irland zu reisen, ist schon mehr als skurril. Tony Hawks hat dieses Experiment aufgrund einer verlorenen Wette gestartet. Während andere mit dem Partner / der Partnerin, einem guten Freund / einer guten Freundin oder alleine auf Reisen gehen, nimmt Tony Hawks seinen Kühlschrank mit.

Gemeinsam mit dem lustigen Gespann trampen wir also einmal quer durch Irland. Das Schöne an „Mit dem Kühlschrank durch Irland“ ist, dass du viel von dem Land „siehst“ und einen gut Eindruck bekommst.  Auch wenn Tonys bereits 1997 durch Irland getrampt ist, sind seine Erlebnisse amüsant zu lesen. Lediglich die Tagesabläufe ähneln sich dann irgendwo doch recht stark.

2. „Sündenherz“ von Julie Parson

In „Sündenherz“ kehrt Nick zurück nach Dublin. Vor 10 Jahren ist er sein 8-jähriger Sohn entführt. Er ist vor Dublin und dem Schmerz geflohen.

Auch wenn der Plot nichts wirklich neues ist, sorgt Julie Parson gekonnt für Spannung. Leider gibt es im Verlauf der Geschichte ein paar zu eindeutige Hinweise, die mich der Lösung des Rätsels schnell gefährlich nahe gebracht haben.

St. Patrick's Day - Julie Parsons

3. „Ich bring dir die Nacht“ von Catherine Ryan Howard

Im Dubliner Kanal wird eine Frauenleiche geborgen. Alles deutet auf den berüchtigten Kanal-Killer hin. Doch dieser sitzt bereits seit 10 Jahren im Gefängnis. Ist er unschuldig oder handelt es sich um einen Nachahmungstäter?

„Ich bring dir die Nacht“ ist ein langsames, leises Buch, das auf die psychologische Ebene abzielt. Es hinterfragt zudem unseren Umgang mit Social Media. Dennoch habe ich beim Lesen nie wirklich eine Bedrohungssituation verspürt.

4. Oscar Wilde

Und schon sind wird beim „wilden“ Schriftstellers Irland angekommen. 1854 wurde der Autor in Dublin geboren. Bereits nach seiner Schulzeit ließ sich Oscar Wilde in London nieder. Oscar Wilde hatte zwei Söhne. Dass er seine Homo- oder vielleicht auch Bisexualität für die damalige Zeit recht offen auslebte, sorgte für einen Skandal und Wilde musste dafür ins Zuchthaus. Nach seiner Entlassung ging er nach Paris, wo er 1900 im Alter von gerade mal 46 Jahren verstarb.

St. Patricks Day - Oscar Wilde

Oscar Wildes wohl bekanntestes Werk ist „Das Bildnis des Dorian Gray“. Ich habe das Buch vor vielen Jahren gelesen und muss gestehen, dass ich mich nur mehr sehr grob daran erinnern kann. Die vielen tiefgreifenden Botschaften rund um die Selbstfindungen des Menschen und den genauen Verlauf der Geschichte, kann ich geistig nicht mehr abrufen. Könnte die perfekte Gelegenheit für einen Re-Read sein.

Vor gar nicht langer Zeit habe ich „Ein idealer Gatte“ von Oscar Wilde gelesen. In diesem Stück verarbeitet Wilde anscheinend autobiografische Erlebnisse, wenn man dem Klappentext Glauben schenkt. „Ein idealer Gatte“ spielt in der High Society in London im 19. Jahrhundert. Es hat mir großen Spaß gemacht von den feudalen Gesellschaften zu lesen. Die politischen Intrigen und Verstrickungen waren ebenfalls spannend zu verfolgen.

Last but not least möchte ich „Ernst sein ist alles“ oder „Bunbury“ nicht unerwähnt lassen. Zwar habe ich das Buch noch nicht gelesen, jedoch schon ein paar sehr unterschiedliche Theaterinszenierungen dazu gesehen. Diese Verwechslungskomödie macht mir immer wieder großen Spaß.

St. Patrick's Day

Let’s talk

Jetzt bist du an der Reihe. Welche Bücher, die in Irland spielen oder von einer irischen Autorin / einem irischen Autor geschrieben sind, kannst du mir empfehlen?

 

2 comments

  1. Ich habe gerade John Boynes „Cyril Avery“ gelesen – eine absolute Empfehlung!
    Durch meinen letztjährigen Urlaub auf der grünen Insel hatte ich einiges an irischem Lesestoff gebunkert: Sally Rooneys „Normal people“ und „Gespräche mit Freundin“, Anne Griffins „When all is said“ und noch einen Krimi Graham Nortons, „Holding“. Alle, die ich hier aufzähle, mochte ich, so unterschiedlich sie auch sind.

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