Bangkok ist selten kühl - Christoph Ernst
2 Sterne Thriller & Krimi

Bangkok ist selten kühl – Christoph Ernst

Der Privatermittler Fabian wird nach Bangkok geschickt, um dort einen Mann zu finden, der aus einer Privatklinik geflohen ist. Seine Frau und seine Schwiegereltern machen sich Sorgen um den Mann und möchten ihn gerne wieder in guten Händen wissen. Schon beim ersten Kennenlernen der Familie hat Fabian ein seltsames Gefühl. Da Geld nun mal nicht stinkt, beschließt er trotzdem nach Bangkok zu fliegen und den Mann zu suchen. Schon bald merkt er, dass er hier in eine viel brisantere Geschichte verwickelt wurde als es den Anschein macht.

„Bangkok ist selten kühl“ wurde als eBook im Hallenberger Media Verlag im Juli 2014 neu aufgelegt. Das Original stammt jedoch aus dem Jahr 1998, was auch erklärt wieso die Menschen ständig von Mark sprechen. Da ich aufgrund des Erscheinungsjahres von einem neuen Buch ausgegangen bin, hat mich das anfänglich doch etwas irritiert. Die Skandale und Korruptionsfälle, die nach und nach ans Tageslicht kommen, haben tragischer Weise bis heute nicht an Aktualität verloren.

Zu Beginn des Buches gefiel mir Christoph Ernsts Schreibweise sehr gut. Gekonnt setzt er Homonyme (also Wörter mit mehreren Bedeutungen) ein. So stutzt man als Leser an der ein oder anderen Stelle. Leider wird dies nicht aufrecht erhalten und die Geschichte, sowie leider auch der Schreibstil nimmt ab. Normal oder einfach unaufregend sind die Wörter, die dies für mich am besten zusammenfassen. Die Geschichte lebt von Irrungen und Wirrungen. So richtig Spannung oder Nervenkitzel kam bei mir allerdings leider nicht auf.

Auch die Hauptfigur Fabian war mir nicht wirklich sympathisch. Ich wurde einfach nicht wirklich warm mit ihm. Zu guter Letzt wurde alles noch mit einer Liebesgeschichte überzuckert, die Christoph Ernst lieber einfach weggelassen hätte. Die Liebesgeschichte wurde nicht wirklich sorgfältig aufgebaut, sondern war einfach plötzlich dar. Zwar erfährt man im Nachhinein, dass sich bereits vor Beginn des Buches die ein oder andere Annäherung zugetragen hat, dies wir mir leider zu spät.

Fazit:
Auch wenn es durchaus gute und vor allem lesenswerte Klassiker und ältere Bücher gibt, würde ich raten, eher zu einer Neuerscheinung zu greifen, bevor man dieses Buch liest. Aufgrund der Homonyme, die mir derartig gut gefallen haben, bekommt das Buch doch noch einen zweiten Stern. Auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob das vom Autor überhaupt gewollt war oder hier schlicht und ergreifend die Phantasie mit mir durchging.

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