Er ist wieder da - Timur Vermes
1 Stern Roman

Er ist wieder da – Timur Vermes★☆☆☆☆

Hörbuch gelesen von Christoph Maria Herbst

Die Handlung:

Im Sommer 2011 erwacht Adolf Hitler plötzlich auf einem leerstehenden Grundstück mitten in Berlin. Nichts ist mehr wie es war und er muss sich nicht nur an die moderne Technik gewöhnen. Wussten die Menschen früher noch wie sie sich ihm gegenüber gebührend verhalten zu haben, ist nun alle anders.

Die Charaktere:

Wir kennen das bereits aus diversen Geschichten in denen Persönlichkeiten der Vergangenheit plötzlich in der Gegenwart erwachen und mitunter nicht ganz zufrieden mit der Entwicklung der Menschheit sind. Hier wiederholt sich das Schema nur mit einer wesentlich umstritteneren Persönlichkeit. Hätte Timur Vermes nicht diesen höchst provozierenden Faktor mit Adolf Hitler selbst als Hauptfigur gewählt, wäre dieses Buch so schnell in der Versunken verschwunden, wie es erschienen ist.

Abgesehen vom Charakter des Adolf Hitlers, sind alle Figuren sehr farblos. Hitler ist der klare Mittelpunkt. Es wird versucht zu provozieren, wenn gleich auch verdeutlich wird, dass Wahnsinnige wie Hitler auch heute noch relativ leicht an die Macht kommen könnten.

Der Sprecher:

Christoph Maria Herbst, der in seiner Rolle als Stromberg hoch gefeiert wurde, ließ schon mit einigen Parodien des Führers aufhorchen. Das typische nervtötende Geplärre von Adolf Hitler imitiert er perfekt. Dennoch ist diese Sprechweise für ein ganzes Hörbuch alles anderes als angenehm. Neben dem sehr langweiligen Inhalt, brachte mich das Geplärre nahe Richtung Abbruch.

Fazit:

Ich rate jedem Finger weg vom Hörbuch. Selbst das Buch kann man getrost im Regal lassen. Lediglich die Provokation der Hauptfigur sorgte bei dieser schlechten Geschichte für die nötige Publicity. Die Dauerimitation gibt den Rest, um als Hörer absolut genervt zu sein.

Geschichten in denen Menschen aus der Vergangenheit plötzlich in der Gegenwart erwachen, können durchaus lustig sein. Dies allerdings mit Adolf Hitler zu machen, finde ich einerseits etwas geschmacklos und in diese Fall auch schlecht umgesetzt. Gibt es für euch Grenzen was Literatur darf?

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