Mörderseele - J.J. Preyer
4 Sterne Thriller & Krimi

Mörderseele – J.J. Preyer

„Mörderseele“ ist der erste Fall des Journalisten Wolf. Das Cover ist liebevoll gestaltet. Die Augen und die Nase des abgebildeten Wolfs stechen mit einer Lackierung hervor.

Bei einem Brandanschlag auf ein Wohnhaus in Steyr kommen ein Taxifahrer und seine Frau ums Leben. Der Journalist Christian Wolf folgt seinen Instinkten und beginnt zu ermitteln. Sein Freund und Chefinspektor Grimm weiß Wolfs Instinkt zu schätzen und freut sich über die Hilfe bei den Ermittlungen.

Man merkt dem Buch deutlich an, dass es weitere Fälle gibt. So wird Wolfs Lebensgeschichte sehr detailliert erzählt. Für meinen Geschmack etwas zu detailliert, vor allem da einiges vermutlich erst in den Folgefällen von Bedeutungen sein wird.

Sehr gut gefiel mir das Wortspiel mit dem Wolfstöter. Cellisten und Spielern von Streichinstrumenten wird der Wolfstöter als Dämpfer für ihre Streichinstrumente ein Begriff sein, um unterwünschte Töne, die sogenannten Wolfstöne zu unterdrücken.

Ich fand Wolf sehr sympathisch, obwohl er eine ganz eigene Art hat. Störend empfand ich allerdings, dass er im Laufe des Buches so ziemlich jeden Protagonisten zumindest kurzfristig verdächtigt.

Wenn man Steyr kennt, wird man auch die meisten Stellen, die Preyer beschreibt deutlich vor sich sehen. Angst erfüllt wandelt man in Gedanken durch die Gassen. Auch wenn er Steyr immer wieder als langweilig beschreibt, merkt man doch, dass ihn mit dieser Stadt etwas verbindet. Preyer wurde in Steyr geboren und lebt mittlerweile wieder dort. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass es einen Fleck in Steyr gibt, den er noch nicht kennt.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und auch die Spannung wird sorgfältig aufgebaut. Die Worte TÄTER und FALL wurden immer in Großbuchstaben geschrieben. Der Sinn dahinter blieb mir bis zum Schluss verborgen. Viel mehr empfand ich diese Schreibweise störend und unangenehm.

Fazit:
Preyer ist mit „Mörderseele“ ein sehr schöner österreichischer Krimi gelungen. Jedem der Steyr kennt, aber auch jedem, der gerne einen spannenden Krimi liest, kann ich diese Buch nur empfehlen. Ob der Protagonist Wolf allerdings das Zeug zu einer Serie hat, wage ich trotz aller Sympathie zu bezweifeln.

Anmerkung: Diese Rezension habe ich bereits im März 2014 geschrieben. Da nun „Nahtod“ der dritte Fall für Wolf auf meinem SUB liegt, habe ich beschloßen die Rezension online stellen.

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