Die gute Tochter - Karin Slaugther
2 Sterne Thriller & Krimi

Die gute Tochter – Karin Slaugther
★★☆☆☆

Die Handlung

Die Knochen ihrer toten Mutter, die zerfetzten Augenlider ihre Schwester und das Keuchen ihrer Verfolger. Charly läuft vor den unbeschreiblichen Gräueltaten ihrer Peiniger davon und hat seit diesem Tag nicht aufgehört davonzulaufen. Als sie nun, 28 Jahre später, wieder Zeugin einer blutigen Tat wird, holen Sie die Erlebnisse, Qualen und Ängste ein.

Meine Meinung

Karin Slaughter ist meine absolute Lieblingsthrillerautorin. Vor allem die Grant Country Reihe habe ich verschlungen. Schmerzhaft muss ich nun eingestehen, dass es sich bei “Die guten Tochter“ um ihr schlechtestes Buch handelt.

“Wenn man so jung ist, sieht man alles ganz klar vor sich. Man versteht nicht wie die Welt funktioniert. Dass es Konsequenzen gibt, die man nicht vorhersagen kann. Dass dich die falschen Entscheidungen, die schlechten Taten, zugrunde richten können.“

Schafft Slaughter es noch auf den ersten Seiten mit nur wenigen Worten die komplizierte Verbindung der beiden Schwestern darzulegen, wird das Buch anschließen ein wahrer Marathon. Langatmig und zäh war ich froh als die letzte Seite endlich gelesen war.

Hauptsächlich arbeitet Slaughter die Erlebnisse der beiden Schwester vor 28 Jahren auf. Wie hat sich ihr Leben seitdem entwickelt? Wie gehen sie mit den physischen und psychischen Beeinträchtigungen um? Kann man nach solchen Erlebnissen überhaupt ein normales Leben führen?

Wäre dies soweit noch ein tiefgründiger, wenn auch etwas langatmiger Roman über die Folgen eines sehr schrecklichen Erlebnisses, sorgt ein zweites Ereignis für unnötige Ablenkung.

„Eine gerechte Gesellschaft ist eine Gesellschaft, die sich an das Gesetz hält. Man kann kein guter Mensch sein, wenn man sich wie ein schlechter benimmt.“

Neben der Geschichte der beiden Schwestern gibt es einen Amoklauf an einer Schule. Darin ist auch eine der Schwestern verwickelt. Diese Nebenhandlung wird nur sehr schleißig behandelt. Immer wieder gerät diese Handlung vollständig in den Hintergrund, um dann überraschen wieder aufzutauchen. Bis schließlich am Ende eine beinahe schon stark konstruierte Verbindung zwischen der Vergangenheit und dem aktuellen Fall gebastelt wird.

Auch was die Spannung betrifft bin ich von Karin Slaughter besseres gewöhnt. Da zu keiner Zeit eine wirkliche Bedrohung besteht, da die ganzen Ereignisse bereits lange in der Vergangenheit zurückliegen kommt kein Nervenkitzel auf. Ein Buch dass sich ohne Frage mit einem wichtigen Thema beschäftigt allerdings für mich einfach an Spannung vermissen lässt.

Die gute Tochter - Karin Slaugther

Fazit

Ich liebe die Bücher von Karin Slaughter und dennoch muss ich eingestehen dass sie mich hier enttäuscht hat. Dennoch werde ich sicher weiterhin ein großer Fan ihre Bücher bleiben und auch ihre nächsten Bücher lesen. Fehlende Spannung und eine langatmige Geschichte  führen schließlich dazu, dass ich “Die gute Tochter“ lediglich 2 Sterne geben kann.

NetGalley und HarperCollins haben mir das ebook zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Hat euch eure Lieblingsautorin oder euer Lieblingsautor auch schon einmal mit einem Buch enttäuscht? Erzählt mir in den Kommentaren davon!

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