Im Iran dürfen Frauen nicht Motorrad fahren – Lois Pryce

Der Inhalt

Ein Zettel auf ihrem Motorrad von einem unbekannten, lädt Lois Pryce ein den Iran zu erkunde. Ein waghalsiges Vorhaben als Frau alleine mit dem Motorrad quer durch den Iran zu fahren. Doch Lois Neugierig und Ehrgeiz ist geweckt. Dass es Frauen im Iran eigentlich verboten ist Motorrad zu fahren stört Lois Pryce nicht.

Meine Meinung

Es dauert  lange bis Lois Pryce und das Buch in Fahrt kommt. Die lange Anreise mit Zug & Schiff ist etwas mühsam. Bis wir uns dann tatsächlich im Iran befinden und losdüsen können, vergeht einige Zeit. So mühsam die Vorbereitungen und die Anreise für Lois waren, so zäh lesen sich auch die ersten Seiten in „Im Iran dürfen Frauen nicht Motorrad fahren“.

Alleine auf Reisen zu gehen ist auf jeden Fall mutig. Lois Pryce blickt bereits auf einiges an Erfahrung zurück, wenn es darum geht alleine mit dem Motorrad zu reisen. Dabei sucht sie gerne das Extreme. So hat Lois bereits 20.000 Meilen von der Antarktis bis nach Feuerland zurückgelegt und ist mit ihrem Bike quer durch Afrika gefahren.

Im Iran drüfen Frauen nicht Motorrad fahren - Lois Pryce

Ich mag es, dass Lois offen ist. Sie hat den Iran und die Menschen dort nicht bereits vorsorglich in Schubladen einsortiert. Sie reist vorurteilsfreie los. Ihre ersten Eindrücke sind ähnliche positiv wie meine eigenen. Die Menschen im Iran sind freundlich und gehen ebenso offen auf andere zu. Mit einer gewissen Neugier und echtem Interesse sprechen die Iran*innen  Touristen an und versuchen sie in ein Gespräch zu verwickeln.

Klar fällt man als Tourist (und dann noch als Frau auf eine Motorrad) auf. Da zieht man verständlicher Weise neugierige Blicke auf sich. So etwas sieht man nicht jeden Tag. Insofern ist es ja nur logisch, dass alle sie anstarren.

In der ein oder anderen Situation hat sich Lois Pryce nicht wohlgefühlt und Angst versuchte sich breit zu machen. Ich finde es gut, dass sie auch diese Geschichten erzählt. Denn überall gibt es böse Menschen. Glücklicherweise waren es im Falle von Lois meist unbegründete Gedankenkarusselle, die die Ängste wachrüttelten.

Im Iran drüfen Frauen nicht Motorrad fahren - Lois Pryce

„Im Iran dürfen Frauen nicht Motorrad fahren“ erzählt von den tagelangen Fahrten mit dem Motorrad. Von einem Ort zum nächsten jagt Lois mit ihrem Bike. Dabei kommen die Sehenswürdigkeiten im Iran etwas zu kurz. Da ich selbst kein Zweirad-Fan bin konnte ich mit den vielen Stunden auf dem Motorrad eher weniger anfangen.

Fazit

★★★★☆

„Im Iran dürfen Frauen nicht Motorrad fahren“ ist endlich einmal ein Erfahrungsbericht in dem die Autorin nicht mit einer negativen Schubladen-Denkweise ihre Reise beginnt. Dadurch ist das Buch wesentlich positiver als die meisten Lektüren zum Iran. Das gefällt mir sehr gut und spiegelt meine eigenen Erfahrungen wieder.

Die vielen Stunden auf dem Motorrad konnten mich persönlich nicht ganz abholen. Zu wenig wird über die herrlichen Sehenswürdigkeiten erzählt. Dafür erzählt uns Lois Pryce detailliert von ihren Begegnungen und Gesprächen mit Iraner*innen.

4 Comments

  1. monerl Mai 26, 2020 at 9:41 pm

    Hi Sabrina,
    vier Sterne ist ja auch super! Ich fand das Buch sehr genial! Was sie sich getraut hat, hätte ich nicht können. Dazu gehört sehr viel Mut! Da ich früher selbst Motorrad gefahren bin, war das genau meine Geschichte!
    GlG, monerl

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    1. lesefreude - Site Author Mai 28, 2020 at 6:12 pm

      Hallo monerl!
      Ja, die gehört definitiv viel Mut dazu. Lois Pryce ist ja auch schon einmal quer durch Afrika mit dem Motorrad gefahren. Das finde ich noch eine Spur mutig. Grenzübergänge, die Teils schlechten Straßen,… das stelle ich mir mehr als abenteuerlich vor.
      Liebe Grüße
      Sabrina

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  2. Ann-Kristin Mai 27, 2020 at 6:19 am

    Schöne Rezension! Und ich fahre als Beisitzer. Mich interessiert vor allem der Kulturaustausch. Das Buch habe ich mir notiert.

    Reply
    1. lesefreude - Site Author Mai 28, 2020 at 6:13 pm

      Hallo Ann-Kristin!
      Dann wird dieses Buch bestimmt gefallen. Die vielen Gespräche mit Iraner*innen gibt Lois Pryce umfassend wieder.
      Liebe Grüße
      Sabrina

      Reply

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