Schwarz - Der Dunkle Turm I - Stephen King
3 Sterne Thriller & Krimi

Schwarz (Der Dunkle Turm I) – Stephen King

Die Handlung

Roland, der letzte Revolvermann ist dem Mann in Schwarz auf der Spur. Er streift durch eine endlose Wüste und Ruinenstädte. Dabei begegnet ihm nicht nur der Junge Jack, der ihn von nun an begleitet, sondern auch alle möglichen seltsame Lebewesen, wie Dämonen und Mutanten.

Meine Meinung

Wenn Stephen King selbst sagt, dass es sich hierbei um sein wichtigstes Werk handelt, macht das natürlich neugierig und schraubt die Erwartungen zeitgleich ungeheuer hoch. Grund genug, um mir selbst ein Bild von diesem vermutlichen Meisterwerk zu machen.

Das Epos „Der Dunkle Turm“ umfasst ganze acht Bände. Es kommt beinahe einer Lebensaufgabe gleich, wenn man beschließt dieses Werk zu lesen und es fühlt sich nach einer richtig großen Sache an.

Schwarz - Der Dunkle Turm I - Stephen King

Da Fantasy jedoch ganz und gar nicht meins ist, stehe ich dem dunklem Turm skeptisch gegenüber. Da ich der überzeugen bin, dass man manchmal über seine Grenzen hinausgehen soll und/oder einfach etwas Neues probieren soll, habe ich die Reihe dennoch in Angriff genommen.

Ich mag es nicht wenn in Fantasybüchern Wörter einfach erfunden werden. Vielleicht liegt es daran, dass ich einfach keine „Fantasy-Sprache“ spreche. Oder aber die Autoren müssen einfach für ihre erfunden Dinge, Länder, Kreaturen und Co. Wörter und Namen erfinden, da sie es mit den vorhandenen nicht benennen können. Bei Stephen King gab es natürlich auch einige dieser Worte, wenn gleich sie allerdings im Rahmen blieben. Einen Satz, bei dem ich nur Bahnhof verstand, möchte ich euch allerdings nicht vorenthalten.

„Mein Vater hatte zu jenem Zeitpunkt bereits die Befehlsgewalt innerhalb seines Ka-Tets, solltest du wissen – des Tets des Revolvers -, und war kurz davor, der Dinh von Gilead, wenn nicht von ganz Innenwelt, zu werden.“
Seite 216

Mit 315 Seiten hat der erste Teil der achtteiligen Reihe auch einen überschaubaren Rahmen. Ganz im Gegenteil zu „Glas“ dem vierten Teil mit nicht ganz 1000 Seiten. Wieso die Teile in ihrer Länge derart variieren erschließt sich mir nicht und sieht auch im Regal nicht hübsch aus. Da ich es mir zur Aufgabe gemacht habe die „Der Dunkle Turm“ Reihe auf Flohmärkten zusammen zu kaufen, habe ich Ausgaben von unterschiedlichsten Verlagen und optische ergibt es sowieso ein buntes Kuddelmuddel in meinem Regal.

Als ich dann nun endlich begann „Schwarz“ zu lesen, konnte ich es auch irgendwie gar nicht mehr aus der Hand legen. Es hat mich gepackt, obwohl ich gar nicht wirklich sagen kann wieso.

Den Revolvermann Roland mag ich nicht besonders. Er verfolgt den Mann in Schwarz und wirkt teilweise sogar etwas paranoid, wenn er in allem und jedem eine Falle des Manns in Schwarz sieht. Sein Verhalten dem Jungen Jack gegenüber wirkt schizophren. Einerseits freut er sich über die Begleitung, fühlt sich dadurch aber auch unter Druck gesetzt und denkt er müsse Verantwortung für den Jungen übernehmen.

Die Landschaften werden als sehr trostlos beschrieben. Gerade die ersten Kapitel und die Geschehnisse in Tull stellte ich mir in einer ähnlichen Umgebung wie „Zurück in die Zukunft III“ vor. Die Reise durch das dunkle, finstere Stollensystem und die dortige Bedrohung durch die Mutanten war zäh wie Kaugummi.

Fazit

★★★☆☆

Und dennoch hat es Stephen King geschafft, dass ich keinen Moment ans Aufgeben dachte, sondern stetig von meiner Neugierde weitergetrieben wurde.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich je ein Fan von der „Der Dunkle Turm“ Reihe werde. Dennoch möchte ich im Moment noch wissen wie es weitergeht und werde auch den nächsten Teil der Reihe lesen.

Ich kann nicht mehr als drei Sterne vergeben. Für mehr Sterne plätschert die Geschichte zu lange träge dahin. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass Stephen King hier etwas aufbauen will für die weiteren Teile der Reihe. Auch wen ich mir im Moment noch nicht vorstellen kann was.

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3 Kommentare

  1. Hallo Sabrina,

    auch hier noch einen Kommentar speziell zu Teil 1. Das er so kurz ist, liegt einfach daran, dass es eigentlich 5 Kurzgeschichten sind, die King in seiner Frühzeit geschrieben hatte, ich glaube sogar noch vor Carrie und erst mit dem steigenden Erfolg als Buch verkaufte und daraus die Idee der langen Reise entwickelte. Deswegen wirkt es wahrscheinlich auch so abstrakt und manche Begriffe ungewöhnlich. Aber glaub mir, wenn du am Ball bleibst, gewöhnt du dich daran. Ab dem zweiten Buch wird es besser, soviel kann ich sagen, ob es dir aber gefällt, steht auf einem anderen Blatt.

    Viel Spaß noch mit Roland und seinem Ka-Tet. Würde mich freuen, wenn du auch mal kurz bei mir vorbei schaust und vielleicht beim Projekt Dark Tower mitmischen willst.

    1. Hallo Marc!

      Irgendwie geht ja auch eine ganz seltsame Anziehung von der Reihe aus und ich möchte auf jeden Fall den nächsten auch noch lesen. Doch jetzt gibt es zwischendurch erstmal „Shining“. Da ich auch „Doctor Sleep“ auch endlich lesen muss. „Shining“ hat mich bereits auf den ersten Seiten voll gefesselt. Ein wahrer Pageturner.

      Liebe Grüße
      Sabrina

      1. Wenn du diesen Flow hast und unbedingt weiterlesen wolltest, wirst du mit dem weiteren Bänden kein Problem haben, versprochen.

        Shining ist auch eine ganz tolle Geschichte, anders als der Film mit Jack Nicholson, aber beide auf ihre Art gut. Doctor Sleep steht bei mir auch noch aus.

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