BuchSaiten Blogparade 2018 – Ein Rückblick in Büchern

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BuchSaiten - Blogparade 2018

Mittlerweile zum 10. Mal werden heuer die BuchSaiten veranstaltet. Organisiert wird das ganze von Petzi von „Die Liebe zu den Büchern“.

Für mich ist es heuer das erste Mal, dass ich mitmache. In den letzen Jahren habe ich es schlicht immer viel zu spät gesehen und mich geärgert, dass ich wieder nicht dabei war. Doch heuer wird alles anders :D

Bei der BuchSaiten Blogparade handelt es sich um einen kleinen, feinen Jahresrückblick. 5 kurze Fragen geben einen tollen, unkomplizierten Leitfaden, um sein Lesejahr Revue passieren zu lassen.

Dann lasst uns loslegen!

BuchSaiten Blogparade - Meine Bücher 2018

Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat?

„So läuft Start-Up“ von Florian Gschwandtner

Mister Runtastic ist beinahe so etwas wie eine Legende in Österreich. Mit seinem Start-Up Runtastic hat er es geschafft ein mehr als erfolgreiches Unternehmen aufzubauen. Und letzten Endes sich als CEO zurückziehen. Es bleibt also spannend was der motivierte Florian Gschwandtner als nächstes angeht.

Ich habe selbst an der FH Steyr studiert. Dort werden die Runtastic Jungs, die ebenfalls hier studiert haben, immer als die Leitsterne präsentiert. Grund genug für mich, diese Biographie zu lesen.

Die Erwartungen waren jedoch relativ gering. Was sollte ich in dem Buch von dem 35-jährigen Niederösterreich schon großartiges erfahren? Immerhin kannte ich ja durch die FH und die generelle Medienberichterstattung in Österreich schon sehr, sehr viel. Und ein Start-Up möchte ich selbst ohnehin nicht gründen.

Und dann hat mich „So läuft Start-Up“ so richtig geflasht. Einerseits war es super spannend zu lesen wie sich Florian Gschwandtner alles selbst erarbeitet hattet und gut gemeinte Ratschläge ignoriert hat. Er hat richtig hart gearbeitet. Ihm wurde nichts in die Wiege gelegt.

Neben dieser mehr als spannenden Biographie gibt Florian Gschwandtner jeder Menge gute Tipps, die ein jeder – Gründer oder nicht – umsetzen kann und in seinem berufliche Leben nutzen kann, um seine individuellen Ziele zu erreichen.

Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir viel versprochen habe, das mich dann aber negativ überrascht hat?

„Meine Nachmittage mit Eva: Über Leben nach Auschwitz“ von Bärbel Schäfer

Diesem Buch liegen zahlreiche Gespräche von Bärbel Schäfer mit der Auschwitz Überlebenden Eva Szepesi zu Grunde. Von diesem Zeitzeugengespräch habe ich mir viel erwartet.

Doch leider drängt sich Bärbel Schäfer ständig, penetrant in den Vordergrund. Sie erzählt ihre „tragische“ Geschichte. Die Geschichte ihrer deutschen Familie, in denen diverse Personen mehr oder weniger an den grauenvollen Machenschaften beteiligt waren.

Einen großen Teil nimmt zudem Bärbel Schäfers Heirat und ihre Konvertierung zum Judentum ein. Damit hat sie eine leidvolle Familiengeschichte „zugeheiratet“ und man hat das Gefühl, dass sie sich dadurch als ein besserer Mensch fühlt.

Eva Szepesi ist schlicht Mittel zum Zweck. Eine Rechtfertigung, damit Bärbel Schäfer ihre Geschichte erzählen kann. Als hätte Eva nicht schon genug schlimmes, unaussprechliches erlebt, wird sind nun auch noch von Bärbel Schäfer als „Marketingmittel“ verwendet, damit sich ihre Geschichte besser verkauft.

Florian Gschwandtner, Bärbel Schäfer, Zdenka Becker, Stina Lund

Welches war eure persönliche Autoren-Neuentdeckung in diesem Jahr und warum?

Zdenka Becker mit „Samy“

Zugegeben Zdenka Becker ist keine neue Autorin. Die slowakisch-österreichische Schriftsteller hat ihr erstes Buch bereits 1994 veröffentlicht. Neben zahlreichen veröffentlichten Bücher weist sie bereits eine beeindruckende Auflistung an gewonnen Preisen und Auszeichnungen auf.

„Samy“ war für mich dennoch das erste Buch der Autorin. Mit viel Feingefühl erzählt sie diese tragische Geschichte. Samy auf der Suche nach seiner Identität und einer Heimat. Dabei reicht die Geschichte weit in die slowakische Vergangenheit zurück und thematisiert zeitgleich aktuelle Themen.

Welches war euer Lieblings-Cover in diesem Jahr und warum?

„Ein Weihnachtsfest in Smaland“ von Stina Lund

Diese Frage war für mich die schwerste. Denn zugegeben, kein Cover drängte sich bei dieser vor mein inneres Auge. Erst beim Durchstöbern meines Blogs und meines Bücherregals hab ich ein paar schöne Cover gefunden.

So habe ich mich schließlich für „Ein Weihnachtsfest in Smaland“ entschieden. Das Cover ist sehr stimmig und bereitet weihnachtliche, romantische Wohlfühlstimmung.

Das Cover wird von einem tollen Buchdesign unterstützt. Das kleine, handliche Format die edlen Lackierungen machen das Buch zu eine optischen Highlight. By the way, auch inhaltlich ist „Ein Weihnachtsfest in Smaland“ ein Genuss.

Welches Buch wollt ihr unbedingt 2019 lesen und warum?

„Helix“ von Marc Elsberg

Eigentlich wollte ich es schon 2018 lesen, hab es leider jedoch noch nicht geschafft.

Ich fand bereits „Blackout“ von ihm ganz großartig. „Zero“ war etwas schwächer und zu wenig technisch für meinen Geschmack. „Helix“ liegt bereits auf meinen SUB und wartet darauf von mir verschlungen zu werden.

"So läuft Start-up", "Ein Weihnachtsfest in Smaland", "Samy" und "Meine Nachmittag mit Eva"

Das war meine ersten Buchsaiten Blogparade #BSBP18

Es hat mir viel Spaß gemacht, mit den 5 Fragen mein Lesejahr noch einmal aufleben zu lassen. Doch, es soll nicht die einzige Blogparade sein an der ich heuer teilnehmen werde um mein Lesejahr zusammenzufassen. Auch an der ersten Frauenleserin Blogparade möchte ich noch teilnehmen und mir die weiblichen Autorinnen (ja, ja tote Leiche und so) genauer ansehen.

Let’s talk

An welchen Blogparaden nimmst du alljährlich teil?
Was war dein Lesehighlight 2018?

3 comments

    1. Hallo Bianca!

      „Die Unsterblichen“ ist bis jetzt an mir vorübergegangen. Da werde ich gleich mal nach deiner Rezension dazu stöbern.

      Liebe Grüße
      Sabrina

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