Falsche Fäter – Margot Jung

Categories 5 Sterne, Thriller & KrimiPosted on
Falsche Fäter - Margot Jung

„Falsche Fäter“, der dritte kulinarische Krimi mit Fernsehköchin Francesca Carlotti, ist perfekte zum Abschalten und um entspannte Lesestunde zu genießen. Die Reise nach Island macht Spaß und Lust das Land auf eigene Faust zu erkunden.

Die Handlung

Fernsehköchin Francesca Carlotti reist als Jurorin zu einem Food-Festival nach Reykjavik. Doch viel mehr als die Frage nach dem leckersten Essen brennt Francesca die Frage nach dem tatsächlichen Vater ihrer erwachsenen Tochter Clara unter den Fingern.

Als Francesca unterwegs auf zwei Aktivisten trifft, die sich gegen die Eröffnung von Walfleischrestaurants stark machen, gerät sie gefährlich zwischen die Fronten.

Meine Meinung

„Falsch Fäter“ ist nach „Liebe, Tod und Tofu“ und „Erfolgreich tot“ bereits der dritte kulinarische Krimi mit der sympathischen Fernsehköchin Francesca Carlotti. Die ersten beiden Teile waren auf einem dicken, glänzenden Papier gedruckt. Das hat die Bücher sehr schwer gemacht. Für „Falsche Fäter“ wurde nun ein herkömmliches mattes, dünnes Papier gewählt, was mir wesentlich besser gefällt und zum Lesen einfach angenehmer ist. Stehen die drei Bände der Reihe im Regal ergeben sie unabhängig von dieser Änderung im Inneren ein optisch einheitliches Bild.

Falsche Fäter

Dass sich Margot Jung in „Falsche Fäter“ dem kontroversen Themas des Walfangs annimmt, hat mir sehr gut gefallen. Sie lässt ihre Figuren das Für und Wider diskutieren und legt uns so die unterschiedlichen Standpunkte zu dem Thema dar. Klar ist es nicht notwendig Wale zu jagen, damit die Menschen in Island oder sonst wo heutzutage überleben können. Doch welche Tiere müssen wir tatsächlich jagen, töten und essen um unseren Hunger stillen zu können? Warum hat ein riesiger, majestätischer Wal mehr Anrecht auf ein Leben als ein Reh, ein Schwein oder eine Kuh?

Bei all diesen Überlegungen rund um das Essen von Walfleisch spielt zudem die Eröffnung von Walfleischrestaurants an den touristischen Hotspots in Island eine Rolle. Die Kommerzialisierung bringt weitere Herausforderungen mit sich. Besonders die texanische Investorin hat mich immer wieder auf tragisch-komische Weise zum Schmunzeln gebracht. Eine knallharte, wenn auch stark überzeichnete Businessfrau, die alle Protagonisten auf Trab halt.

Falsche Fäter - Margot Jung

Ganz und gar wunderbar sind die Beschreibungen der Landschaft und der Sehenswürdigkeiten auf Island. Auch wenn ich eindeutig die warmen Gefilde bevorzuge, machte Margot Jung richtig Lust Island zu erkunden. Neben den Beschreibungen der Landschaft gefällt mir zudem sehr gut wie die Isländer und Isländerinnen charakterisiert werden. Denn das Leben auf der Island ist mit gewissen Einschränkungen oder Herausforderungen verbunden, die das Volk formen.

„Falsche Fäter“ kann problemlos gelesen werden, ohne die beiden anderen Büchern zu kennen. Auch wenn sich das Privatleben natürlich immer wieder entwickelt, gibt es hier doch nur eher lose Fäden zu den beiden Vorgängern.

Damit die kulinarische Seite nicht zu kurz kommt, gibt es am Ende zwei isländische Kuchenrezepte. Besonders das Rezept für Skúffukaka, einen Kaffee-Schoko-Kuchen, gefällt mir, da es sehr einfach und lecker klingt. Im Original wird dabei Lakritz in den Kuchen gemischt. Ich denke, das werde ich bald mal ausprobieren.

Zu guter Letzt denke ich noch immer über den Titel „Falsche Fäter“ nach. Selbst eine Internetrecherche brachte keinen Aha-Moment. Warum werden die Fäter mit F und nicht mit V geschrieben? Ein Wortspiel, das ich einfach nicht verstehe? Mmmh…. Wenn du eine Idee dazu hast, schreib mir unbedingt in den Kommentaren!

Falsche Fäter

Fazit

★★★★★

„Falsche Fäter“, der dritte kulinarische Krimi mit Fernsehköchin Francesca Carlotti, ist perfekte zum Abschalten und um entspannte Lesestunde zu genießen. Die Reise nach Island macht Spaß und Lust das Land auf eigene Faust zu erkunden. Zudem nimmt sich Margot Jung rund um das Walfleisch einigen Themen an, die zum Nachdenken und kontrovers Diskutieren einladen. Also ein leichter Krimi, der gekonnt Schwerpunkte setzt und so für den nötigen Tiefgang sorgt.

Mittlerweile habe ich Francesca Carlotti ihre Familie und Freunde richtig ins Herz geschlossen. Ich freue mich auf viele weitere Fälle mit der lustigen Truppe.

Margot Jung hat mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

Mehr zu Margot Jung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Ich stimme der Datenspeicherung zu