Eine Leiche für Helene - Ilona Mayer-Zach
2 Sterne Thriller & Krimi

Eine Leiche für Helene – Ilona Mayer-Zach

Helene Kaiser steht kurz vor ihrem 50. Geburtstag. Mit Erreichen des halben Jahrhunderts, dachte Sie eigentlich aus dem Gröbsten raus zu sein. Als ihr Mann ins Ausland muss, ihre Tochter auswandert, Helene ihren Job verliert, sie schließlich von einer renovierungsbedürftigen Wohnung ins Hotel flieht und dort über eine Leiche stolpert, weiß Helene, dass das Leben für sie noch reichlich Action und Spannung geplant hat.

Ilona Mayer-Zach macht die ganze normale Bürgerin Helene Kaiser zur Ermittlerin auf eigene Faust. Dabei stellt sich Helene gar nicht dumm an und man sieht wie einfach und schnell Menschen auskunftsbereit sind. Viele Figuren und vor allem viele Tatverdächtige, die gleich zu Beginn rasch aufgezählt werden, machen es für den Leser nicht immer leicht zu folgen.

Die Nebengeschichte mit Helenes Mann Thomas wühlt das Buch unnötige auf und lässt den Leser aufgrund des klischeehaften Verlaufs aufstöhnen. Diese Geschichte bekommt zu wenig Raum um Tiefgang zu erhalten und ist auch für den Verlauf der Geschichte nicht relevant. Diese hätte man einfach weglassen können.

„Es war manchmal leichter, einen freien Termin bei einem Generaldirektor eines börsennotierten Unternehmens zu bekommen als bei einem Fliesenleger.“
Ilona Mayer-Zach

Es gibt einige Details in der Geschichte, die mich irritierten oder mir nicht ganz schlüssig erschienen. Zu oft weicht die Autorin in Kleinigkeiten ab, die für mich keine Relevanz haben. Hier rauf werde ich in der Rezension allerdings nicht näher eingehen, da ich zu viel vorwegnehmen müsste.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm. Ilona Mayer-Zach steigert die Spannung nicht ins Unermessliche sondern lässt die Geschichte auf einem guten Spannungslevel bis zum Schluss verweilen. Helene tritt als Ich-Erzähler auf und wird als taffe, mutige Frau dargestellt. Graz wird als sehr lebenswerte Stadt präsentiert und es werden meine eigenen Eindrücke der schönen Stadt wiedergegeben.

Fazit:
Eine Frau in der Mitte ihres Lebens ermittelt auf eigene Faust. Guter Spannungslevel leider kleine Ungereimtheiten in den Details. Trotz allem ein schöner Regionalkrimi in einer großartigen Stadt.

 

Danke Gmeiner Verlag für das Rezensionsexemplar!

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