Das Glück der Gelassenheit - Weingarten, Bruhns
1 Stern Ratgeber

Das Glück der Gelassenheit – Susanne Weingarten, Annette Bruhns (HG.)

Die Handlung

Ob Manager, Angestellte oder Hausfrau – immer mehr Menschen erkranken an ihrem Alltag. Burnout und Co bringen den Körper und den Geist aus der Balance.

Susanne Weingarten und Annette Bruhns haben mit den unterschiedlichsten Menschen (Ärzte, Philosophen, spirituelle Meister, ganze normale Menschen) gesprochen, um den Schlüssel zur Gelassenheit zu finden.

Meine Meinung

Der Klappentext klingt so vielversprechend. Leider kann er ganz und gar nicht halten was er andeutet.

Das Buch ist in drei Teile gegliedert. „Was uns Stress macht“, „Was uns Ruhe gibt“ und „Was uns durch den Alltag trägt“. Dahinter verstecken sich sehr unterschiedliche Geschichten und Interviews. Oftmals konnte ich nicht mal nachvollziehen, wieso die Geschichte gerade in diesen Teil eingegliedert wurde.

Der rote Faden fehlt in dem Buch komplett. Wahllos aneinander gereihte Erzählungen machen wenig Lust zum Weiterlesen. Dabei wirken die meisten Geschichten wie Magazinartikel und bleiben sehr, sehr oberflächlich.

Das Glück der Gelassenheit - Weingarten, Bruhns

Im Kleingedruckten auf der ersten Seite wird diese Vermutung auch bestätigt. Bei „Das Glück der Gelassenen“ handelte es ich um das überarbeitete und aktualisierte Hefte „Gelassenheit. Die Kunst der Seelenruhe.“ der Spiegel Wissen Reihe. So etwas würde ich gerne vorher wissen, da ich mich doch etwas hinters Licht geführt fühle.

Da sich jedes Kapitel mit einer ganz anderen Thematik befasst, hat man am Ende auch nicht das Gefühl nun Tipps oder Tricks für die Praxis und den Alltag zu haben. Es gibt nichts was ich nun ausprobieren möchte. Dafür ist jedes Kapitel für sich viel zu oberflächlich.

Fazit

★☆☆☆☆

Artikel und Interviews, die ohne großen Zusammenhang in drei Teile gepresst werden. Es fehlt der rote Faden und die einzelnen Kapitel kratzen nicht mal an der Oberfläche.

Möchte man etwas positive über das Buch sagen, dann ist dies der sehr vielversprechende Klappentext und vielleicht noch das hübsche, ansprechende Cover.

Wenn ich ein Buch lese, soll dieses im Stil eines Buches geschrieben sein und nicht wie Artikel für ein Magazin.

Kurz zusammengefasst gibt es verschiedene Weg zur Gelassenheit. Jeder muss seinen eigenen Weg gehen. Für diese oberflächlichen Aussagen hätte ich das Buch wirklich nicht benötigt.

Vielen Dank an das Bloggerportal und den Pinguin Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

2 Kommentare

  1. Ich bin bei Ratgebern grundsätzlich etwas skeptisch. Was man ändern möchte, die Ursachen, wieso man unzufrieden ist und die Methoden, wie man etwas ändern kann, die sind alle so individuell und unterschiedlich, dass man mit einem einzigen Buch kaum alles abdecken kann. E sei denn, man bekommt eine „Anleitung zum Selbermachen“, indem man eben Anregungen bekommt, wie man seinen individuellen Weg herausfinden kann.
    Das klingt hier tatsächlich überhaupt nicht so, sondern mir scheint, da werden nur ein paar Binsenweisheiten verkündet, aber ich könnte daraus vermutlich nichts für mich mitnehmen.
    Danke, dass Du das Buch getestet hast.
    LG Gabi

    1. Hallo Gabi!

      Wenn ich konkrete Themenbereiche oder Verhaltensweise an mir habe, die ich ändern möchte, konnte ich aus Ratgebern schon sehr viel lernen. Leider fehlte es hier völlig an Tipps zur Umsetzung und es wurden nur diese vielen individuellen Möglichkeiten aneinandergereiht.

      Gerade bei Ratgebern ist die Struktur besonders wichtig. Ein bisschen Theorie, Beispiele wie andere es gemacht haben und explizite Tipps was man selbst versuchen könnte, sehr gerne mit weiterführender Literatur. Dennoch sollte man darauf achten, nur die Dinge zu versuchen die einen ansprechen und sich nicht zu sehr zu verbiegen. Die Komfortzone sollte man dennoch von Zeit zu Zeit bewusst verlassen.

      Liebe Grüße
      Sabrina

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.