Das Schloss Artstetten
Reisen und Ausflüge

Einmal um die Welt in Artstetten

Das Schloss Artstetten hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Vor allem im Hinblick auf seine Besitzer. Erstmals urkundlich erwähnt wurde das Schloss 1256.

Das Schloss Artstetten

1823 erwarb die österreichische Kaiserfamilie das Schloss Artstetten. Sein wohl bekanntester Besitzer war Franz Ferdinand. Ihm ist auch eine große Ausstellung im Schloss gewidmet. Heute gehört das Schloss der Familie Hohenberg, der es unter der NS-Zeit weggenommen wurde.

Der österreichische Thronfolger Franz Ferdinand und seine Frau Herzogin Sophie von Hohenberg wurden 1914 Opfer eines Mordanschlag in Sarajevo. Dieses Ereignis gilt als Auslöser des Ersten Weltkriegs.

Lesefreude im Schloss Artstetten

Franz Ferdinand hatte ein bewegtes Leben, das im Schloss Artstetten anschaulich gezeigt wird. Vor allem die Ausstellungsräume im zweiten Stock zeugen davon. Vitrinen mit beeindruckenden und prunkvollen Andenken aus der ganzen Welt hat Franz Ferdinand im Zuge seiner diversen Reisen hier zusammengetragen.

Souvenirs von den Reisen von Franz Ferdinand

Herzogin Sophie von Hohenberg konnte aufgrund ihres nicht-adeligen Status nicht in der Kapuzinergruft in Wien beerdigt werden. So hat Franz Ferdinand hier in Artstetten eine große schöne Gruft bauen lassen. Auf eigenen Wunsch wurde auch er nicht in der Kapuzinergruft bestattet sondern neben seiner Frau in Artstetten. Lediglich eine Gedanktafel findet man heute in der Kapuzinergruft in Wien.

Gruft im Schloss Artstetten

Möchte man die Gruft in Artstetten besichtigen bekommt man einen großen historisch wirkenden Schlüssel mit dem man das Gitter der Gruft aufsperren kann. So kann man dann die Stille und Ruhe in der Gruft genießen.

Das Schloss besticht vor allem durch seine schönen hellen Räume. Der weitläufige Schlosspark lädt zum Verweilen ein und macht Schloss Artstetten zu einem Ort an dem man sich wohlfühlen kann.

Museum, Innenräume im Schloss Artstetten

Mein persönliches Highlight war jedoch die Schäfchensammlung der Herzogin Sophie von Hohenberg, da ich selbst auch so eine besitze, wenngleich meine Schäfchen wesentlich flauschiger sind. Franz Ferdinand war für seine Wutanfälle bekannt. Wenn er in Gegenwart seiner Sophie einen cholerischen Anfall hatte, schenkt er ihr als Wiedergutmachung ein Schäfchen. Entweder waren diese Anfälle sehr, sehr selten oder aber man sieht nur einen sehr kleinen Auszug der Schafsammlung hier in Artstetten.

Schäfchensammlung von Sophie von Hohenberg in Artstetten

Das Museum ist sehr weitläufig und bietet umfangreiche Informationen zum österreichischen Königshaus mit dem Schwerpunkt des Thronfolgers Erzherzog Franz Ferdinand. Ein Besuch ist auf jeden Fall zu empfehlen. Zu empfehlen ist es etwas mehr Zeit einzuplanen, um auch im Schlosspark herum zu flanieren oder im Schlosskaffee zu entspannen.

Tipp: Ein Besuch des Schloss Artstetten ist mit der Niederösterreich Card kostenlos möglich.

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